Das Ausstellen des eigenen Yorkshire–Terriers kann Spaß und Freude für die ganze Familie sein. Ob in den regulären Klassen oder, für die jüngeren Familienmitglieder im Juniorhandling.

Ein voll in der Haarkondition stehender Yorkie mit Boden langem Bart in strahlendem Gold und edel glänzender stahlblauer Mantelfarbe gehört zweifellos mit zu dem beeindruckendsten
“ Stars “ auf Hundeausstellungen Weltweit.
Ob geliebt und bewundert oder belächelt und kritisiert steht er nach wie vor uneingeschränkt im Mittelpunkt des Interesses innerhalb der Hundeszene.

Über Geschmack läßt sich nicht streiten, wohl aber über die oftmals kritischen Äußerungen von Laien was die Pflegemaßnahmen solcher Schönheiten anbelangt. Auf Grund dessen wurde vor einigen Jahren beschlossen, diese der Öffentlichkeit auf Ausstellungen nicht mehr zu präsentieren. Alles hat ja bekanntlich 2 Seiten.
Positiv: Einerseits wurde all jenen, ewig nach anstößigem suchenden Querdenkern die Grundlage entzogen.
Negativ: All jenen Ausstellungsanfängern in Sachen Yorkie entzieht sich damit nun die Möglichkeit, dem ein oder anderen “ Profi “ über die Schulter zu sehen um für sich selbst und seinem Hund eine geeignete Technik zu erfahren ;

bleibt hier nur: LEARNING BY DOING .

Dieser Bericht soll kein Plädoyer für das Wickeln sein, aber auch ein Top Modell vollzieht während der Kariere einige Extras in Sachen Schönheitspflege und perfekt gemacht beeinträchtigt es unseren Yorkie keinesfalls im Gegenteil – es bietet Ihm die uneingeschränkte Möglichkeit sein Leben in vollen Zügen zu genießen .

Hier zunächst die Grundausstattung:

- 2 x Bürsten: 1x Natur Borste (z.B. Wildschweinborste ) 1x Drahtstift (abgerundet)
- 1 x Metall Doppelkamm (mittel & fein) 1x Gesichtskamm (Superfein)
- Wickelöl (zb. Nerzöl) sowie geeignete Sprühflasche
- Wickelpapier , ganz weich und säurefrei
(alles erhältlich auf
Ausstellungen sowie im SpezialZubehör)

Jeder Aussteller hat seine persönlichen Vorlieben sowie einige Tips und Tricks, die den eigenen sowie den Bedürfnissen des jeweiligen Hundes angepaßt sind,deshalb gibt es kein Patentrezept. Grundsätzlich sollte niemals der völlig ungeölte Hund gewickelt werden. Nachdem unser künftiger Papilotten Kandidat frisch gebadet und trocken gefönt ist, wird Wickelöl auf dem gesamten Haarkleid (nicht auf der Haut) gleichmäßig dünn aufgespürt (Vorsicht bei Augen, Nase, Mund und Ohren) und anschließend mittels der Naturhaarbürste, eingearbeitet Anschließend beginnen wir mit dem Wickeln des Kopfes, dabei kann der Hund eine liegende Position einnehmen.

Die Abteilungen müssen ganz exakt und Anatomie entsprechend sowie der Wuchsrichtung der Haare angepaßt sein, hierzu wird üblicherweise der Metallkamm benutzt.

Wir halten die abgeteilte Partie Haare am Ansatz zusammen und legen Sie in den Mittelteil des, vorher in 3 gleich große Teile gefalteten Papiers

Die beiden äußeren Teile werden so umgeschlagen, das die gesamte Haarsträhne umhüllt ist
(Zeichnung b & c) danach wird das Papierende bündig zur oberen Papierkante gefaltet.

Das jeweils neu entstehende untere Ende wird wieder bündig an die Oberkante angelegt,
so oft bis ein fast quadratisches Päckchen entsteht. Dies wird mittels eines Gummis fixiert (Zeichnung f).
Die Päckchenbreite sollte der Strähnen breite angepasst sein.
Der Hund darf sich niemals beengt oder behindert fühlen
(Anfängern empfiehlt sich Ihre ersten Wickelversuche nur unter Anleitung eines darin vertrauten Ausstellers oder Züchters vorzunehmen) .
Sinnvoll ist es auch den Hund Schrittweise an dies alles zu gewöhnen, d. h. Anfangs nur ca. 3 – 5 Päckchen z.B. an Kopf und Rute .
Hat sich der Hund daran gewöhnt und fühlt sich wohl damit, kann man später dann das restliche Körperhaar hinzunehmen .
Beim wickeln des Mantelhaares sollte der Hund stehen auch hier müssen die Abteilungen so gestaltet werden, das sie den Hund sowohl in der Bewegung als auch in ruhender Position nicht stören oder beeinträchtigen .

Wenn man nach getaner Arbeit unserem Yorkie noch ein Belohnungsleckerli gibt und Ihm
sagt wie entzückend und liebenswert er jetzt aussieht, ist die Hundewelt ganz bestimmt in allerbester Ordnung .

Die Papilotten müssen spätestens dann erneuert werden, wenn sie schmutzig oder beschädigt sind oder aber nicht mehr richtig sitzen .
(Komplettes " Neuwickeln " ist 1 - 2 x wöchentlich notwendig und dauert, wenn man geübt ist, ca. 30 bis 40 Minuten). 

 

Text page & pictures ©
by Beate Ackermann, first 1999, 2003, 2008